Gebrannte-Mandel-Tarte {Hommage an die Münchner Wiesn}

Gebrannte-Mandel-Tarte mit einem Aufstrich von Brandgut

Gebrannte-Mandel-Tarte mit einem Aufstrich von Brandgut

Bevor ich in Hessen heimisch geworden bin, habe ich ein paar Jahre im wunderschönen München gelebt und die Stadt hat mich verzaubert. Wann immer sich eine Gelegenheit bietet, kehre ich, auch nur für einen kurzen Besuch, gerne wieder dorthin zurück. :) Aus meiner Münchner Zeit verbinde ich mit dem Herbst natürlich auch die „Wiesn“ und damit den köstlichen Duft von frisch gebrannten Mandeln. Überall in den Medien strahlten uns in den vergangenen Wochen Menschen in Dirndl und Lederhosen entgegen, genau der richtige Zeitpunkt um etwas mit der kleinen Süßigkeit zu zaubern, nur was? Da hilft mir mein Besuch auf der eat+lifestyle in Frankfurt vor wenigen Wochen. (‚klick‘ zum Blogpost) Dort habe ich die köstlichen Aufstriche von „Brandgut“ kennenlernen dürfen und konnte einfach nicht widerstehen - zwei sind in meiner Einkaufstüte verschwunden – absolut legal selbstverständlich. Wie der originelle Name der noch jungen Manufaktur schon erahnen lässt, werden die Creme’s aus gebrannten Nüssen hergestellt. Zum Sortiment gehört neben Erdnuss, Pekannuss und weiteren Sorten auch der „Klassiker“, die gebrannte Mandel – perfekt für mein heutiges Vorhaben! Die Creme kommt mit wenigen Zutaten daher und schmeckt absolut authentisch nach gebrannten Mandeln, ist recht süß aber hat noch den typischen Crunch. Verwunderlich eigentlich, dass nicht schon früher jemand auf diese Idee gekommen ist, vielen Dank, liebes Brandgut-Team!! :)

Drei köstliche Schichten füllen den knusprigen Mürbeteig

Drei köstliche Schichten füllen den knusprigen Mürbeteig

Für mein Rezept wird die Creme „Mandelikat“ von „Brandgut“ in eine Gebrannte-Mandel-Mousse verzaubert, die zusammen mit einem fruchtigen Zwetschgen-Gelee und einer zartbitteren Schokoladenganacheeinen Gebrannte-Mandel-Mürbeteig krönen. Aber schaut selbst…für diese luftig fruchtige Köstlichkeit braucht es Folgendes.

Zutaten für den Boden

  • 150g Mehl
  • 100g Joghurt-Butter
  • 1 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 80g grob (!) gehackte gebrannte Mandeln

Zutaten für die Mousse

  • 125ml Milch
  • 20g Muscovado-Zucker
  • 2 Eigelbe
  • 2 Tl Speisestärke (gut gehäuft)
  • 100ml Schlagsahne
  • 1/2 Beutel Sahnesteif
  • 1 Gläschen „Mandelikat“ von Brandgut (160g)

Zutaten für die Ganache

  • 100g Zartbittere Schokolade
  • 100ml Schlagsahne

Zutaten für das Fruchtgelee

  • Eine Hand voll frischer Zwetschgen
  • 3 Blatt Gelatine
  • 1 Tl Muscovado-Zucker

Dekoration

  • einige gebrannte Mandeln

Zubereitung

Aus den ersten fünf Zutaten bereit ich einen Mürbeteig zu. Dabei sollte die Butter möglichst kalt sein. Die Zutaten werden schnell mit den Händen oder dem Knetharken der Küchenmaschine zu einem homogenen Teig verarbeitet. Die grob gehackten Mandeln machen den Boden später schön crunchy.  Dieser darf für eine halbe Stunde, in Frischhaltefolie eingeschlagen, im Kühlschrank ruhen.

"Mandelikat" von Brandgut, das Herzstück meiner Tarte

"Mandelikat" von Brandgut, das Herzstück meiner Tarte

Den Boden einer Tarteform (35cm x 11cm) mit Backpapier auslegen. Nun bereite ich die Konditor-Creme zu. Dazu werden die Eigelbe mit dem Zucker und der Speisestärke schaumig geschlagen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Die Milch auf dem Herd erhitzen und in einem dünnen Strahl unter stetem Rühren zu der Eigelbmasse geben. Die Mischung kommt zurück in den Topf und wird auf dem Herd solange erhitzt, bis sie kocht. Während des gesamten Vorgangs ständig weiterrühren, damit nichts anbrennt. Die Masse sollte deutlich andicken und die Konsistenz von Pudding erreichen. Den Pudding in eine Schüssel füllen und sofort mit Frischhaltefolie abdecken, so dass die Folie direkt auf dem Pudding liegt. Anschließend den Pudding vollständig auskühlen lassen und ihn für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Noch ein kleiner Preview :)

Noch ein kleiner Preview :)

Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen und die vorbereitete Tarteform mit dem Teig auskleiden. Mit den Fingern einen schönen Rand formen und den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen. Er wird für 15 – 20 Minuten gebacken und sollte nach dieser Zeit goldbraun sein. Anschließend darf der Boden in der Form vollständig auskühlen.

Während die Tarte im Backofen ist, sind die Zwetschgen an der Reihe. Diese putzen, vom Stein befreien und klein schneiden. Wenn der Tarteboden fertig und fast vollständig ausgekühlt ist, die Zwetschgen mit sehr wenig Wasser und einem Teelöffel Zucker in einem Topf, unter ständiger Aufsicht, weich dünsten und anschließend pürieren. 200ml vom Zwetschgenpüree abmessen und die, für 5 Minuten in kaltem Wasser eingeweichte und ausgedrückte Gelatine im heißen Zwetschgenpüree auflösen. Das Zwetschgengelee gleichmäßig auf dem Tarteboden verteilen und im Kühlschrank fest werden lassen.

Die Brandgut-Creme nach und nach unter die erkaltete Konditoren-Creme heben und ggf. zwischenzeitlich abschmecken. Die Sahne unter Zugabe von Sahnesteif steif schlagen, ebenfalls vorsichtig unter die Creme heben und auf dem Tarteboden verteilen. Die Tarte anschließend für 2 – 3 Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen. Sollte ein bisschen Creme übrig bleiben, lässt sich diese wunderbar mit zerbröselten Keksen und gehackten Nüssen als Dessert genießen.

Yummy, gleich kann ich reinbeißen...

Yummy, gleich kann ich reinbeißen...

Für die Ganache (Schokoladencreme) die Schokolade hacken, die Sahne kurz aufkochen und über die gehackte Schokolade geben. Die Mischung 1 – 2 Minuten stehen lassen und anschließend glatt rühren. Mit einem kleinen Löffel die Temperatur der Schokolade an der Lippe testen, sie sollte dort nicht wahrnehmbar sein. Dann die perfekt temperierte Ganache vorsichtig auf der Mandel-Mousse verteilen und Schicht ebenfalls im Kühlschrank fest werden lassen. Mit gehackten gebrannten Mandeln bestreuen und servieren.

Guten Appetit!!

Guten Appetit!!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken und eine gute (Kuchen-)Zeit!